Sie sind auf Wanderungen und Bergtouren nicht nur unangenehm, sondern durchaus auch gefährlich: Gewitter in den Bergen. Mit den folgenden vier Tipps verhalten Sie sich in einer solchen Situation richtig.

Die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz in den Bergen getroffen zu werden, steigt an den Spätnachmittagen der Sommermonate an. Kletterer, Bergsteiger und Wanderer werden in den Bergen am häufigsten vom Blitz getroffen.

Grundsätzlich können im Alpenraum zwei Arten von Gewitter unterschieden werden:

Wärmegewitter

Wärmegewitter sind ein häufiges Wetterphänomen in den heissen Sommermonaten. Diese entstehen meist nachmittags bis zum Abend hin. Im Wetterbericht ist dann oft von einer labilen Luftschichtung die Rede, dies gilt es bei der Planung zu beachten. Man erkennt sie, wenn Haufenwolken rasch beginnen in die Höhe zu quellen. Spätestens bei hohen Wolkentürmen, solle man sich nach einem geschützten Ort umsehen.

Frontgewitter

Diese entstehen bei einem raschen Wetterumschwung in Folge eines Aufkommens einer Kaltfront und beenden häufig eine Schönwetterperiode. Unmittelbar vor der Annäherung einer Kaltfront ist es oft noch besonders schön und wolkenlos. Sie sind aus diesem Grund unberechenbar: Ein Frontgewitter kann sehr rasch auftauchen und ist vom Wolkenbild her nicht einfach zu erkennen. Eine Kaltfront lässt die Temperatur sehr rasch abfallen. So kann es auch vorkommen, dass es im Hochgebirge auch im Hochsommer schneit – und eine Gefahr der Unterkühlung vorhanden ist.

Mit den folgenden vier Tipps steigern Sie ihre Sicherheit, sei es vor einem Bergausflug oder falls Sie sich doch in einem Gewitter in den Bergen befinden:

1. Bei der Tourenplanung den aktuellen Wetterbericht abfragen

Eine richtige Planung ist essentiell für die Sicherheit in den Bergen. Informationen zum aktuellen Wetter einholen und die kurzfristigen Prognosen zu analysieren gehört vor jedem Ausflug dazu. Dank den Smartphones, Tablets und Computer ist heutzutage das Konsultieren des aktuellen Wetterberichts deutlich einfacher geworden. Eine sehr gute Grundlage zur Tourenplanung liefern verschiedene Wetter-Portale und Apps, wie Wetter-Alarm. Wenn die Bedingungen nicht besonders gut erscheinen, sollte man im Zweifelsfall der Sicherheit den Vortritt lassen und den Ausflug gegebenenfalls verschieben!

2. Aufmerksame Beobachtung der Wetterentwicklung vor Ort

Hinzu kommt eine aufmerksame Beobachtung der Wetterentwicklung vor Ort. So kann man bei entsprechenden Vorzeichen rechtzeitig reagieren und umkehren. Besonders aufpassen sollte man bei hoher Gewitterwahrscheinlichkeit wie schwüler, feuchter Luft am Morgen sowie rascher Entwicklung von grossen Quellwolken tagsüber. Alarmierend sind fertig ausgebildete Gewitterwolken (dunkelblau bis grau gefärbt), böig auffrischender Wind, einsetzender Niederschlag, Graupelschauer, elektrische Aufladung der Haare, sichtbare Funkenentladungen (sogenannte Elmsfeuer) und immer kürzer werdende Abstände zwischen Blitze und Donner.

Wetter in den Bergen

3. Exponierte Stellen vermeiden, Wasserläufe verlassen

Wird man während einer Bergtour trotz allem von einem Gewitter überrascht, sollte man exponierte Stellen und Objekte vermeiden. Freigelegene Geländeabschnitte wie Berggrate und -gipfel, sowie Waldränder mit hohen Bäumen müssen schnellstmöglich verlassen werden. Insbesondere Klettersteige mit Stahlsicherungen oder Drahtseile dürfen nicht mehr betreten werden. Falls man in einer grösseren Gruppe unterwegs ist, sollten sich die einzelnen Mitglieder weit verteilen. Auch Wanderwege an Bach- und Flussverläufe müssen gemieden werden.

4. Schutz suchen

Der beste Schutz vor Gewitter in den Bergen sind Berghütten und Häuser mit Blitzableiter. Falls das Aufsuchen einer solchen Hütte schwierig wird, nimmt man am besten an einem absturzsicheren Platz eine hockende Haltung ein. Achten Sie dabei, möglichst wenig Bodenfläche zu berühren und sich auf eine isolierende Unterlage (z.B. den Rucksack) zu setzen. Halten Sie dabei unbedingt Abstand von einzelnen Bäume oder Baumgruppen. Auch Höhlen und nassfeuchten Felsüberhänge sind mässig gute Lösungen: Wenn Sie einen solchen Zufluchtsort aufsuchen, dann halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zu den Wänden!

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