Wetterprognosen, Push-Nachrichten, Livecams, Niederschlagsradar: Die in Wetter-Alarm angezeigten Informationen basieren auf Daten, welche auf den Servern der aspectra AG gehostet werden. Grund genug, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und so das schweizweit einzige karbon-neutrale Rechenzentrum kennenzulernen.

Wetter-Alarm vertraut seit dem Jahr 2009 auf die Hosting-Lösungen von aspectra. Die stetige Weiterentwicklung von Wetter-Alarm hat auch Auswirkungen auf das Hosting, welche wir folgend aufzeigen werden. Doch erstmal eine kurze Vorstellung des Rechenzentrums der Firma aspectra.

Seit 2000 und doch topmodern

Schon seit 18 Jahren liegen die Server der Aspectra AG im Rechenzentrum des europaweit tätigen Data-Center-Betreibers Interxion in Glattbrugg, im Kanton Zürich. Trotz des Alters ist die Anlage topmodern: Die Technik vom Rechenzentrum wird permanent erneuert, um so den neuesten Anforderungen gerecht zu werden. Die grössten Erweiterungen, inklusive Umbau des bestehenden Gebäudes und zugehöriger Infrastruktur, fanden zwischen 2008 bis 2011 sowie 2013 und 2014 statt.

Ein redundantes N+1 System

Im Datacenter von Glattbrugg sind alle Elemente wie Strom, Batterien und Klimaanlagen nach dem redundanten N+1 System ausgelegt. N+1 steht dabei für die Anzahl der Module, die benötigt werden, um eine ausreichende Stromversorgung für die angeschlossenen Systeme zu gewährleisten, plus ein weiteres. So werden die allfälligen Ausfallzeiten stark minimiert. Und wir, als Kunde können dies bestätigen: Die Verfügbarkeit der Wetter-Alarm-Server lag im Jahr 2018 bisher bei 99,99 %!

 

Interxion Aspectra Server
Quelle: Aspectra / Interxion (zvg)

 

Ein ökologischer Stromfresser

So ein Rechenzentrum ist ein wahrer Stromfresser. Der Rechenraum von Glattbrugg, wo auch die Daten von Wetter-Alarm gehostet werden, verbraucht permanent ca. 65 kW Strom. Dies entspricht ungefähr dem Energiebedarf von 140 Vierpersonenhaushalten – ohne den Strom für die Klimaanlage des Rechenzentrums gerechnet!

Der Stromverbrauch ist nämlich sehr abhängig vom aktuellen Wetter: Bei Aussentemperaturen bis zu 17° braucht es keine aktive Kühlung der Serverräume. Da reicht es, die Wärme mittels Wärmetauscher abzugeben. Bei Aussentemperaturen über 17 °C müssen jedoch Kühlaggregate verwendet werden, um den Serverraum auf die Idealtemperatur von 24° abzukühlen, damit die Server weiterhin stabil betrieben werden können. Die Kühlung fällt sofort auf: Im Serverraum, wo die ab und zu blinkenden Rechner in ihren Racks stehen, ist der Geräuschpegel vergleichsweise hoch, ein Gespräch kann nur mit erhobener Stimme geführt werden. Auch spürt man den für die Kühlung notwendigen Luftzug. Die kalte Kühlluft wird zuerst vom Boden über die Server geleitet und nahe der Decke, mittlerweile erwärmt, abgezogen.

Die gesamte Anlage in Glattbrugg läuft mit 100 Prozent erneuerbarer Energie und ist durch myclimate® schweizweit als einziges karbon-neutrales Rechenzentrum zertifiziert.

Neue Serverlandschaft für die Livecams

Unter anderem auf Grund der Einführung der Livecams im Sommer 2017 wurde eine Redimensionierung der bestehenden Serverlandschaft von Wetter-Alarm nötig. Auch sind die Lastspitzen im Vergleich zu den Vorjahren wegen des starken Nutzerwachstums ungleich grösser, weshalb die benötigten Server-Ressourcen massiv erhöht werden mussten. Im Frühjahr 2018 hat Wetter-Alarm die Datenbank von einem physischen Server auf einen virtuellen Server migriert, die Applikation selber läuft bereits seit Jahren virtuell. Die Vorteile einer virtuellen Server-Umgebung liegen für Wetter-Alarm infolge der unterschiedlich hohen Auslastung je nach Tag, Jahreszeit und Unwettersituation auf der Hand:

  • Innerhalb einer Minute kann das benötigte Volumen um Faktor 10 ansteigen, dies zum Beispiel beim Versand von Unwetterwarnungen und den anschliessend resultierenden App-Zugriffen. Virtuelle Server garantieren die dafür nötige Flexibilität.
  • Der Stromverbrauch kann erheblich reduziert werden, da die Server-Ressourcen nur bei Bedarf hochgefahren werden, um die Spitzen abzudecken. Dies im Gegensatz zu früher, wo Server stets für allfällige Lastspitzen ausreichend dimensioniert sein mussten und im Regelfall «unterfordert» ihre Arbeit verrichteten.
  • Falls Wetter-Alarm weitere Ressourcen benötigt, können diese per Software einfach «dazu bestellt» werden.
  • Auch ist die Wartung der virtuellen Server einfacher und schneller zu realisieren.

Die Wetter-Alarm-Server in Zahlen

  • Durchschnittlicher Durchsatz der App: 10 Mbit pro Sekunde
  • Durchsatz der App bei Peaks, zum Beispiel bei Unwetterwarnungen: bis zu 100 Mbit pro Sekunde
  • Ressourcen: 60 GB Memory, 20 vCPUs
  • Auslastung der Ressourcen bei Peaks: ca. 80 %

Wetter-Alarm ist mit dem Hosting-Partner aspectra auch für die Zukunft gut gerüstet. Dank virtueller Server kann das benötigte Servervolumen in Kürze hochgefahren werden, Wetter-Alarm-Nutzer profitieren zudem von einer quasi hundertprozentigen Datenverfügbarkeit.

 

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