Der Beginn des Winters wird gefühlsmässig oft mit dem ersten Schnee in Verbindung gebracht. Doch wann fallen in der Regel die ersten Schneeflocken? Ab wann zeigen sich die Schweizer Landschaften erstmals in ihrem weissen Kleid?

Wann fällt der erste Schnee?

Naturgemäss fällt der erste messbare Schnee im Schweizer Flachland deutlich später als in der Höhe in den Alpen. Als messbarer Schnee wird eine Schneedecke von einer Dicke von 1 cm oder mehr definiert.

Der erste messbare Schnee fällt im zentralen Flachland durchschnittlich im letzten Drittel des Novembers. In den tiefen Lagen der West- und Nordwestschweiz dauert es jedoch in der Regel bis in die ersten Dezembertage. In den Niederungen der Südschweiz verzögert sich der erste Schnee sogar bis Weihnachten.

Der Termin des ersten Schnees ist somit massgeblich von der aktuellen Wetterlage abhängig und somit bis zu einem gewissen Grad zufällig. Als frühester Termin gilt für das Flachland der Alpennordseite das letzte Oktoberdrittel.

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Frühester und spätester erster Schnee seit 1931

Daten des ersten Tages mit messbaren Neuschnee, aus der Messreihe von 1931 bis 2016:

Ortschaft & Höhenangabe Frühester erster Schnee Spätester erster Schnee Termin erster Schnee im Mittel
Genf (411 m.ü.M.) 26. Oktober 1939 20. März 2008 12. Dezember
Neuenburg (485 m ü.M.) 26. Oktober 1939 28. Januar 1990 6. Dezember
Basel (316 m ü.M.) 23. Oktober 2003 23. März 2008 3. Dezember
Bern (553 m ü.M.) 25. Oktober 1931 20. Februar 1993 26. November
Zürich (556 m ü.M.) 07. Oktober 1936 11. Februar 1990 24. November
Einsiedeln (882 m ü.M.) 22. September 1931 20. Dezember 1953 01. November
Arosa  (1878 m ü.M.) 03. August 1983 29. Oktober 1953 10. September
Lugano (273 m ü.M.) 04. November 1974 Mehrere Winter ohne Schnee 27. Dezember

Quelle: Originaldaten der MeteoSchweiz Messstationen, Periode 1931 bis 2016.

Kürzere Dauer der Schneebedeckung infolge des Klimawandels

Die digital verfügbaren Messreihen der ersten Schneedecke zeigt grosse Schwankungen von Jahr zu Jahr. Mit der allgemeinen Klimaerwärmung in den letzten Jahrzehnten könnte eine Tendenz zu immer späteren Terminen der ersten Schneedecke erwartet werden – doch aus den Originaldaten lässt sich ein solcher Trend jedoch nicht ablesen.

Eine Studie der Universität Neuenburg gemeinsam mit der eidg. Forschungsanstalt WSL sowie WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung aus dem Jahr 2016 zeigt, dass die Dauer der Schneebedeckung seit 1970 kontinuierlich abnimmt – auch in den höheren Lagen der Schweizer Alpen.

Verantwortlich dafür ist eine frühere Schneeschmelze im Frühling sowie ein späteres Einschneien im Herbst: Die Forschenden haben in der Studie belegen können, dass die Dauer der Schneebedeckung in Gebieten zwischen 1100 und 2500m ü. M. über die letzten Jahrzehnte signifikant abnahm.

Weitere Information dazu: Klimawandel verkürzt die Dauer der Schneebedeckung wegen früherer Schmelze (slf.ch)

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