Er ist weiss, riecht nicht und ist kalt: Der Schnee. Warum keine Flocke der anderen gleicht, wieso Schnee eine gewisse Verschmutzung braucht oder weshalb Blutschnee nichts mit Blut zu tun hat: Neun interessante Fakten zur weissen Pracht.

1. Kleine und leichte Schneeflocken

Im Extremfall können Schneeflocken bis zu 20 Zentimeter gross sein. Die grösste Schneeflocke ist im Guinness-Buch festgehalten: Diese habe einen Durchmesser von 38 Zentimeter gehabt haben, im Jahr 1887 im amerikanischen Montana. Doch übliche Schneeflocken haben einen mittleren Durchmesser von einigen bis ca. 5 Millimetern. Eine fünf Millimeter breite Schneeflocke wiegt nur etwa vier Tausendstel Gramm.

2. Jede Schneeflocke ist einzigartig

Schneeflocken bestehen aus vielen Schneekristallen. Und diese Schneekristalle kommen in unzählbar vielen Varianten vor. Zwei Schneeforscher haben allein 6’000 verschiedene Varianten davon fotografiert und so dokumentiert. Die Wahrscheinlichkeit dass sich zwei Schneekristalle einander exakt gleichen, ist sehr gering – aber mathematisch betrachtet nicht unmöglich.

schneeflocke sechseckig

3. Sechseckige Form wegen H20

Was alle Schneeflocken jedoch gemeinsam haben, ist ihre Form und Bestandteile: Schneekristalle bestehen mehrheitlich aus Wasser und haben immer eine sechseckige Grundform. Und diese Form hängt mit dem Aufbau des Wassermoleküls zusammen, also mit der Stellung des Sauerstoffatoms und der beiden Wasserstoffatome.

4. Platten, Prismen oder Sterne – die Erscheinungsformen

Die genaue Form von Schneekristallen ist aber abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit (in der Wolke und unterwegs bis auf dem Erdboden) sowie Wind. Bei grosser Kälte bilden sich Platten und eckige Prismen, also eher plump geformte Kristalle. Bei weniger kalten Temperaturen sind die Schneeflocken eher wohlgeformt und sternförmig.

5. Ohne Verschmutzung kein Schnee

Ja, Sie haben es richtig gelesen: Schnee braucht Verschmutzung um zu entstehen. Denn Schnee bildet sich nur, wenn die Luft einen gewissen Grad an Verschmutzung aufweist. Ohne diese Verunreinigungen würde der Wasserdampf bis zu -40 Grad den Aggregatzustand nicht verlassen. Nur durch sogenannte Kristallisationskeime (beispielsweise abgetötete Bakterien) verändert der aufsteigende Wasserdampf seinen Aggregatzustand schon bei Temperaturen unter -12 Grad.

6. Gemütliche und joggende Schneeflocken

Wie schnell eine Schneeflocke vom Himmel bis auf den Erdboden fällt, hängt von den Wetterverhältnisse wie Wind und Temperatur, sowie von der Form und Grösse der Kristalle ab. Typische Geschwindigkeitswerte ligen von 0,2 bis 2 Metern pro Sekunde. Dies entspricht der Fortbewegung eines Faultieres bis zu einem joggenden Menschen.

7. Schnee als Schalldämpfer

In einer verschneiten Umgebung ist es leise. Kein Wunder, denn der Schnee dämpft Geräusche und Lärm. Die Luft zwischen den Schneekristallen sorgt nämlich dafür, dass der Schall verschluckt wird und Geräusche entsprechend leiser ertönen.

8. Kunstschnee ist mehr Eis als Schnee

Die verschiedenen Beschneiungsanlagen wie Schneekanonen in den Skigebieten ahmen den natürlichen Schneefall nur nach: Die Maschinen versprühen grosse Mengen zerstäubten Wassers, das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu kleinen Eiskristallen geformt wird. Mit echten Schneekristallen aus dem Himmel können sie daher nicht verglichen werden. Kunstschnee – manchmal auch technischer Schnee genannt – hat eine deutlich höhere Dichte (300 bis 500 kg pro Kubikmeter) als natürlicher Schnee (100 kg pro Kubikmeter).

9. Blutschnee hat nichts mit Blut zu tun

Blutschnee ist ein Phänomen in Hochgebirgen und Polargebieten während den Sommermonaten. Die rötliche Farbe des Schnee entsteht durch eine spezielle, einzellige Algenform, welche sich mit einer roten Pigmentierung vor UV- und Lichtstrahlung schützt.

 

 

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