Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht die Sonne unter – das weiss fast jedes Schulkind. Doch welch verschiedenen Einflüsse der Sonnenverlauf für die Erde hat, erfahren Sie in diesem Blog-Artikel.



Sonnenstrahlen

Die Wirkung von Sonnenlicht

Der Fixstern Sonne liegt im Zentrum von unserem Planetensystem und ist unvorstellbar heiss: Ganze 15 Millionen Grad herrschen im Innern der Sonne. An der Oberfläche der Sonne sind es immerhin noch 5‘600 Grad Celsius. Die Sonne ist weissglühend und erscheint dem menschlichen Auge als weisse, strahlende Kugel.

Die Sonne ist eine gigantische Energiequelle, die Licht und Wärme auf die umkreisenden Planeten strahlt. Diese Energie erwärmt unsere Atmosphäre, den Erdboden und die Meere. Am stärksten heizt die Sonne die Gegend um den Äquator auf, denn dort treffen ihre Strahlen senkrecht auf eine relativ kleine Fläche. Die Pole erreichen die Sonnenstrahlen dagegen in einem flacheren Winkel. Hier verteilt sich die Sonnenenergie daher auf eine größere Fläche; und in diesen Regionen bleibt es kühler. So sorgt die verschieden starke Sonneneinstrahlung für unterschiedliche Klimazonen.

Sonnenverlauf: Ein Tag zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Wie wir alle in der Schule gelernt haben, geht die Sonne wie alle anderen Himmelskörper im Osten auf und im Westen unter. Dieses Aufgehen und Untergehen ist jedoch nur bildlich gemeint: Da die Sonne ein Fixstern ist, bewegt sie sich eigentlich gar nicht. Hingegen ist die Erde in ständiger Bewegung und dreht sich innerhalb von 24 Stunden einmal um sich selbst von Westen nach Osten. Am Morgen dreht sich die Erde der Sonne zu – die Sonne geht im Osten auf. Im Laufe des Tages dreht sich die Erde in ihrer Rotationsbewegung so, dass die Sonne in einem scheinbaren Halbkreis am Himmel aufsteigt.

Die Sonne steigt bis zum Sonnenhöchststand um 12 Uhr – bei Sommerzeit um 13 Uhr. Ab dann sinkt die Sonne wieder und geht abends im Westen unter. Der Merkspruch „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen“ gilt somit nur für die Nordhalbkugel.

Dämmerung über dem Zugersee

Dämmerung: Der fliessende Übergang zwischen Tag und Nacht

Als Dämmerung wird der fliessende Übergang der Lichtverhältnisse zwischen Tag und Nacht bezeichnet. Der Wechsel der Lichtverhältnisse vor Tagesanfang oder nach Tagesende ist mit den verschiedenen Farbtönen insbesondere bei Fotografen eine sehr beliebte Tageszeit.
Die Dauer der Dämmerungsphasen hängt von der Schiefe der Sonnenbahn beim Auf- oder Untergang ab, und damit von der geografischen Breite des Standorts und der herrschenden Jahreszeit. Man unterscheidet verschiedene Typen von Dämmerungen:

  • Die Morgendämmerung: Der morgendliche Übergang von der Dunkelheit der Nacht zur Helligkeit des Tages
  • Die Abenddämmerung: Der abendliche Übergang vom Tageslicht zur Dunkelheit der Nacht
  • Die bürgerliche Dämmerung (auch als zivile Dämmerung bekannt), mit einem Tiefenwinkel der Sonne bis zu 6° – in dieser Zeit ist das Lesen im Freien noch möglich
  • Die nautische Dämmerung, mit einem Tiefenwinkel der Sonne bis zu 12° – in dieser Zeit ist der Horizont erkennbar, aber einige Sterne sichtbar (und anhand diesen die Möglichkeit zur nautischen Navigation vorhanden)
  • Die astronomische Dämmerung, mit einem Tiefenwinkel der Sonne bis 18°, die bis zur maximalen Dunkelheit der tiefen Nacht dauert

Sommersonnenwende und Wintersonnenwende

Es gibt auch Ortschaften und Zeiten auf der Erde, an denen zumindest zeitweise, dieser Rhythmus Tag und Nacht gar nicht existiert. Dies während der Sommer- und Wintersonnendwende an den Polarkreisen. Aufgrund der Lichtbrechung in der Atmosphäre geht dort einen ganzen Tag lang die Sonne nicht unter bzw. einen Tag lang nicht auf. Dieses Phänomen wird auch Mitternachtssonne genannt.

Auf der Nordhalbkugel fällt der Tag der Sommersonnenwende meistens um den 21. Juni, auf der Südhalbkugel um den 21. Dezember. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel häufig auch als „längster Tag des Jahres“ und als Sommeranfang bekannt. Die genaue Sonnenwende fand dieses Jahr am 21. Juni um 12:07 Uhr MESZ statt.

Interessante Fakten zur Sommersonnenwende

Kennen Sie den Unterschied zwischen den astronomischen und meteorologischen Sommeranfang? Der astronomische Sommeranfang ist der Zeitpunkt der Sommersonnenwende, also um den 21. Juni. Aus statistischen Gründen beginnen die Jahreszeiten für die Wissenschaftler jedoch jeweils am Monatsanfang und dauern genau drei Monate. Der Sommer beginnt für den Meteorologen somit am 01. Juni und endet am 31. August.

Wussten Sie, dass der längste Tag in Kopenhagen um mehr als eine Stunde länger als in Zürich dauert? Je näher man dem nördlichen Polarkreis kommt, desto länger sind die Tage um die Sonnenwende.

Wussten Sie, dass der früheste Sonnenaufgang ein paar Tage vor der Sonnenwende stattfindet? Auch der späteste Sonnenuntergang des Jahres findet nicht am längsten Tag des Jahres statt. Verantwortlich dafür sind die Neigung der Erdachse und die elliptische Form der Erdumlaufbahn um die Sonne. Dadurch verschiebt sich die Sonnenposition von Tag zu Tag und die Sonne zieht mal langsamer, mal schneller über den Himmel. Im Juni verlangsamt sich der Sonnenlauf, deswegen geht die Sonne vor der Sonnenwende etwas früher auf und nach der Sonnenwende etwas später unter.

Wussten Sie, dass wir im Sommer rund 5 Millionen Kilometer weiter von der Sonne entfernt sind, als im Winter? Auf der Nordhalbkugel freuen wir uns mit der Sonnenwende im Juni über den Beginn der wärmsten und hellsten Jahreszeit. Doch die Entfernung zwischen Erde und Sonne ist in dieser Zeit einiges grösser als zur Wintersonnenwende. Grund dafür ist die ovale Form des Orbits der Erde um die Sonne. Zudem ist die Sonne nicht genau im Mittelpunkt der Umlaufbahn. Deswegen verändert sich die Entfernung zwischen Erde und Sonne im Jahresverlauf. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Jahreszeiten: Zwar erreicht uns mehr Wärmeenergie, je näher wir der Sonne sind. Trotzdem ist der Sommer auf der Südhalbkugel (wenn die Distanz zwischen Erde und Sonne am kleinsten ist) nicht bedeutend wärmer als der Sommer nördlich des Äquators. Ein wichtiger Grund dafür ist auch, dass die grossen Wasserflächen der Südhalbkugel sich nicht so schnell aufwärmen wie die Landmassen auf der Nordhalbkugel.

Sonnenaufgang Bantiger Wetter-Alarm

Sonnenlicht Coppet

So schützen Sie sich optimal vor der Sonne

Für die Menschen ist die Sonne meist von positiver Bedeutung: Der Wärme- und Energielieferant ist oft mit tollem Wohlbefinden gleichbedeutend. Doch die Sonne bringt durchaus Gefahren mit sich, die nicht zu unterschätzen sind. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass ein Übermass an ultravioletter Strahlung die Haut nachhaltig schädigt. Aber hier kommt die gute Nachricht: Man kann sich auf vielerlei Weise vor der Sonne schützen.

Cremen Sie sich mit Sonnenschutzmittel ein, und zwar ihrem Hauttyp entsprechend! Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie gut eine Sonnencreme vor UV-B-Strahlung schützt. Bei empfindlichen, zu Sonnenbrand neigenden Hauttypen ist ein hoher Schutzfaktor erste Wahl; für dunklere Hauttypen ist eine mittlere Schutzklasse meistens ausreichend.

Sonnenschutz ist immer und überall gefragt: Auf dem Balkon genauso wie in den Bergen oder am Meer. Und er hat im Winter, im Frühling, im Herbst genauso Saison wie im Sommer.

Meiden Sie die Sonne, wenn die Sonne ihren Höchststand geniesst. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten – gönnen Sie Ihrer Haut in dieser Zeit eine Ruhepause.

Wasser, Schnee oder Sand erhöht die Sonnenbrandgefahr! Ganz egal ob vom Meer, See oder Schwimmbad: Das Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen und verstärkt dadurch die UV-Belastung der Haut nochmals um bis zu 90 %.

Sonnenhut nicht vergessen! Textilien schirmen die Haut effektiv von der UV-Strahlung ab, vorausgesetzt sie sind genug dicht gewebt. Auch Farbe und Schnitt spielen dabei eine Rolle: Weite und dunkle Kleidung schützt besser als enge und helle.

Sonnenbrille nicht vergessen! Um bleibende Schäden an Hornhaut zu vermeiden, sollte man auch seine Augen vor den UV-Strahlen schützen.

Und trotz allen Massnahmen: Vollständigen Sonnenschutz gibt es nicht! Auch wer sich ausgiebig mit hohen Lichtschutzfaktoren eincremt, auch regelmässig nachcremt, sollte mit der Sonne achtsam umgehen. Eine gewisse Dosis UV-Strahlen erreicht die Haut immer. Daher: Gehen Sie aus der Sonne, bevor sich die Haut rötet!

Wetter-Alarm wünscht Ihnen einen wunderschönen Sommer

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Bildquellen:

  • Sonnenstrahlen: unsplash.com
  • Dämmerung am Zugersee: xemel.ch
  • Sonnenaufgang über dem Mittelland & Sonnenstrahlen über den Lac Leman: Webcam in Wetter-Alarm