Weihnachten und die Festtage sind vorbei, und wir wagen einen Rückblick: Wie war der Dezember, und wie wird der Januar? Eine kleine Zusammenfassung zu den aktuellen Wettertrends.

Dezember 2018: keine weisse Weihnachten, dafür abwechslungsreiches Wetter

Milde und feuchte Meeresluft in der Schweiz: Dies brachten häufig stürmische Nordwest- und Westwinden im Dezember 2018. Im Flachland der Alpennordseite erreichten die Windspitzen an mehreren Tagen 70 bis 90 km/h. In den Bergen stiegen sie auf 130 bis 150 km/h, vereinzelt auch über 160 km/h. Dazu fiel auf der Alpennordseite und in den Alpen reichlich Niederschlag, nicht selten auch als Regen bis in höheren Lagen.

Auf der Südseite der Alpen lagen die Niederschlagsmengen jedoch regional deutlich unter dem Durchschnitt. Der Nordföhn brachte sonniges Wetter mit milden Temperaturen: In den Tieflagen erreichten die Höchstwerte zwischen 10 bis 15 Grad. Der absolute Spitzenwert lag am 4. Dezember im südlichen Tessin mit über 18 Grad.

Um den 10. Dezember kam kühle Luft aus dem Norden zur Alpennordseite: Oberhalb von 1’300 Metern fielen bis zu 50 cm Neuschnee; in der Nacht gab es Schnee auch bis in tiefere Lagen. In den folgenden Tagen floss eine Bisenströmung, welche Minustemperaturen auf beiden Seiten der Alpen verursachte.


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Bei Monatsmitte standen wieder die Winde im Zentrum des Geschehen. Eine anhaltende Strömung aus dem Westen führte eine Niederschlagszelle nach der anderen über die Schweiz. Schnee bis in tiefe Lagen waren unter anderem das Resultat davon. Kurz vor Weihnachten zeigte sich die Westwindströmung jedoch wieder stürmischer: Winspitzen im Flachland bis zu 90 km/h, in den Bergen bis zu 150 km/h, kräftige Niederschläge und steigende Schneefallgrenze, milde Temperaturen mit Tageshöchstwerte bis zu 16 Grad im Tessin.

Am Heiligabend ging das turbulente Wetter auf der Alpennordseite zu Ende. Ein Hoch bescherte der Schweiz ruhige, aber keine weisse Weihnachtstage im Flachland. Sonniges Bergwetter waren vor allem in den Alpen und Alpensüdseite zu geniessen. Über dem Mittelland lag der klassische winterliche Hochnebel.

Weisse Weihnachten ist kein Normalfall

Die Darstellung von romantischen Weihnachten im weissen Kleid ist allgegenwärtig, sei es in der Märchenwelt oder Konsumwelt. Im Mittelland gibt es jedoch über Weihnachten nur selten Schnee:

Laut den Statistiken von MeteoSchweiz lag in der meteorologischen Messperiode von 1931 bis heute im zentralen und östlichen Mittelland der Schweiz in nur 40 Prozent der Jahre an mindestens einem der Weihnachtstage Schnee. Schnee an allen drei Weihnachtstagen gab es nur in 20 bis 25 Prozent der Jahre.

Im westlichen Mittelland und in der Nordwestschweiz sind die Statistiken noch tiefer: Nur in 20 bis 30 Prozent der Jahre lag an mindestens einem der Weihnachtstage Schnee; und nur in 10 bis 15 Prozent der Jahre gab es drei schneereiche Weihnachtstage.

An erhöhten Lagen sind weisse Weihnachten deutlich häufiger zu erleben. In Sankt Gallen zum Beispiel waren zwischen 1959 bis heute über 60 Prozent der Jahre mit mindestens einem weissen Weihnachtstag zu beobachten. In knapp 40 Prozent präsentierten sich sogar alle Weihnachtstage in Weiss.

Wintersonnenwende zum Winteranfang

Aus meteorologischer Sicht beginnt der Winter am 1. Dezember und dauert bis am 28. Februar. Diese Definition beruht auf statistischen Gründen, um die Wetterphänomenen der vier Jahreszeiten besser vergleichen zu können.

Der astronomische Winter beginnt jedoch mit der sogenannten Wintersonnenwende, am 21. oder 22. Dezember des Jahres. An diesem Zeitpunkt steht die Sonne senkrecht über dem Wendekreis der anderen Erdhälfte: Dies ist der kürzeste Tag des Jahres.

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Längerfristige Prognose: Wird der Winter 2018/19 zu warm?

Falls keine grösseren Abweichungen eintreffen, ist auch keine Veränderung der Langfristprognose für den Winter 2018 / 2019 zu erwarten.
Die erste Hälfte des Dezembers ist bereits mit einer Abweichung von über 3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm ausgefallen.

Auch für den Januar 2019 wird von einer Abweichung von +2 bis +3 Grad zum langjährigen Mittelwert ausgegangen. Die Niederschlagsbilanz wird deutlich positiv ausfallen; es wird wohl einen zu nassen Januar geben.

Nicht so schlimm wird möglicherweise der Februar ausfallen: Hier wird eine Differenz von -0,5 bis +1 Grad erwartet und liegt daher im Trend leicht zu mild. Dennoch wird auch für den letzten Wintermonat zu viel Niederschlag in Aussicht gestellt.

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