Bodenfrost entsteht, wenn die Temperatur in Erdbodennähe beim Gefrierpunkt oder tiefer liegt. Dadurch kommt es in Gärten, in der Landwirtschaft zu Frostschäden – und durch Strassenglätte ist auch der Verkehr beeinträchtigt. Doch wie entsteht Bodenfrost eigentlich? Hier erfahren Sie die Antwort und erhalten wertvolle Tipps, um die richtigen Massnahmen dagegen vornehmen zu können.

Bodenfrost – die Definition

Mit Bodenfrost bezeichnet man das Absinken der Temperatur in Erdbodennähe bis zum Gefrierpunkt oder tiefer. Die unmittelbar über der Erde liegende Luftschicht, bis zu 5 cm über dem Erdboden, hat somit eine Temperatur von 0 Grad Celsius oder tiefer. Bodenfrost steht umgangssprachlich auch verallgemeinernd für gefrorenen Boden: Das Porenwasser im Boden gefriert und vergrössert sein Volumen um 9%, was wiederum zu Schäden an Pflanzen führen kann.

Landschaft mit Bodenfrost

Wie entsteht Bodenfrost?

Frost in Bodennähe entsteht durch eine starke Abkühlung der bodennahen Luftschichten, meistens in der Nacht. Insbesondere bei sogenannten Strahlungsnächten kann dies vorkommen, da in solchen Nächten keine Wolken die Luft vor grösserer Abkühlung schützen können. So zum Beispiel im Herbst, wenn die Nächte länger und die Tage kühler werden, ist der Boden ungeschützter – der Frost hat so ein leichtes Spiel.

Wichtig ist zu wissen, dass Frost in Bodennähe nicht mit Luftfrost einhergehen muss. Bodenfrost ist somit kein Kriterium für Frosttage. So kann die Lufttemperatur – die in der Regel zwei Meter über dem Erdboden gemessen wird – in den frühen Morgenstunden +4 Grad Celsius anzeigen, und an den Pflanzen am Boden hat es dennoch Frostschäden. Wie hoch der Unterschied zwischen den nächtlichen Tiefsttemperaturen und dem Temperaturminimum in Bodennähe sein kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei wenig Wind kann sich in Bodennähen beispielsweise gut Kaltluft ansammeln, da diese schwerer als warme Luft ist. Ein entsprechend kalter Untergrund durch die Bodenbeschaffenheit und eine geringe Luftfeuchtigkeit verstärken dieses Phänomen. Ist es dagegen wolkenreich, die Luftfeuchtigkeit eher hoch und weht der Wind stark, muss man auch bei Temperaturen um 1 Grad meist nicht mit Bodenfrost rechnen.

Gefahren von Bodenfrost und Strassenglätte

Bei frostigen Temperaturen in Bodennähe können empfindliche Pflanzen erhebliche Schäden erleiden. Dies kann auf dem Balkon, im heimischen Garten oder in der Landwirtschaft zu erheblichen Frostschäden an der Vegetation führen. Doch Frost in Erdbodennähe kann auch zur ersten Strassenglätte und somit zu möglichen Gefahr im Strassenverkehr führen.

Landschaft Bodenfrost Wetter-Alarm

Pflanzen vor Bodenfrost schützen

Mit folgenden einfachen Massnahmen können Sie empfindliche Pflanzen vor Bodenfrost schützen:

  • Die Erde mit einer Harke gut lockern, damit das Porenwasser bei allfälligem Gefrieren Platz für sein neues Volumen hat.
  • Kübelpflanzen sollten vor dem ersten Frost vom Garten in einen hellen Innenraum gestellt werden mit 3° bis max. 11°.
  • Topfpflanzen, die im Winter draussen bleiben, sollten auf kleine Hölzer gestellt werden. Dies verhindert eine Spannung zwischen Topf und gefrorenem Wasser / Schnee.
  • Die winterfesten Töpfe können mit Wintervlies eingewickelt werden. Dieser Mantel schützt das Gewächs vor Kälte, Frost und Wintersonne.
  • Pflanzen brauchen auch im Winter die nötige Fürsorge: An frostfreien Tage regelmässig Wasser geben, auf Krankheiten und Schädlinge kontrollieren sowie die Pflanzen vor Bise schützen.

Landschaft Bodenfrost Wetter-Alarm

Warnungen vor Bodenfrost mit Wetter-Alarm erhalten

Mit der kostenlosen App „Wetter-Alarm“ erhalten Sie genaue Wetterdaten und zeitnahe Unwetterwarnungen direkt auf Ihr Smartphone. Frostwarnungen für Bodenfrost werden ausschliesslich für das Flachland verschickt, ausschliesslich während der Vegetationspersiode zwischen April und Oktober. Im Winterhalbjahr ist Bodenfrost üblich. Siehe auch die genauen Informationen zu den Schwellenwerte für Frost-Alarme.

Bereits über 1 Million Schweizer verwenden Wetter-Alarm für zu Hause, bei der Arbeit oder in der Freizeit. Sie können die kostenlose Wetter-App direkt im AppStore und im Google Play Store herunterladen. Wetter-Alarm: Mein Wetter, meine App.

 

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