Hochwasser Alarm: Die Schwellenwerte bei Fliessgewässer

Hochwasser Alarmstufe 0

Die Gefahrenstufe GRÜN entspricht ungefähr einer Abflussmenge, die unter dem Wert liegt, der im Durchschnitt einmal in 2 Jahren erreicht wird. Dies bedeutet: Keine oder geringe Gefahr.

Hochwasser Alarmstufe 1

Die Gefahrenstufe GELB entspricht ungefähr einer Abflussmenge, die durchschnittlich einmal innerhalb von 2 bis 10 Jahren auftritt. Dies bedeutet: Mässige Gefahr vor Schäden.

Hochwasser Alarmstufe 2

Die Gefahrenstufe ORANGE entspricht ungefähr einer Abflussmenge, die im Durchschnitt einmal innerhalb von 10 bis 30 Jahren auftritt. Dies bedeutet: Erhebliche Gefahr vor Schäden.

Hochwasser Alarmstufe 3

Die Gefahrenstufe ROT entspricht ungefähr einer Abflussmenge, die im Durchschnitt einmal innerhalb von 30 bis 100 Jahren auftritt. Dies bedeutet: Grosse Gefahr vor Schäden.

Hochwasser Alarmstufe 4

Die Gefahrenstufe DUNKELROT entspricht ungefähr einer Abflussmenge, die im Durchschnitt höchstens einmal in 100 Jahren auftritt. Dies bedeutet: Sehr grosse Gefahr vor Schäden.

Die Gefahrenstufen werden von Schwellenwerten abgegrenzt, die ausgehend vom vorhandenen Wissen über das Verhalten des jeweiligen Fliessgewässers festgelegt werden (z.B. Pegel, ab dem das Gewässer über die Ufer tritt, oder ab dem erste Schäden eintreten). Diese Schwellenwerte entsprechen in etwa der Jährlichkeit von Hochwasserereignissen, also einer Wiederkehrperiode von durchschnittlich 2, 10, 30 oder 100 Jahren.

Hochwasser Alarm: Die Schwellenwerte bei Seen

Hochwasser Alarmstufe 0 bis 2

Der Bereich zwischen Sommerkote und Hochwassergrenze wird in drei gleich grosse Bereiche eingeteilt, die den Gefahrenstufen GRÜN, GELB und ORANGE entsprechen. Dies bedeutet: Keine bis mässige Gefahr vor Schäden.

Hochwasser Alarmstufe 3

Die Hochwassergrenze bildet den Übergangsbereich von Gefahrenstufe ORANGE zu ROT. Dies bedeutet: Grosse Gefahr vor Schäden.

Hochwasser Alarmstufe 4

Steigt der Seepegel über die Warnschwelle «Hochwassergrenze +25 cm», ist die Gefahrenstufe DUNKELROT erreicht. Dies bedeutet: Sehr grosse Gefahr vor Schäden.

Bei den Seen werden keine Hochwasserstatistiken gerechnet. Daher werden die Warnschwellen wie obenstehend beschrieben definiert.

Auch bei den Seen werden die Schwellen in Absprache mit den Kantonen angepasst, wenn eine gewisse Erfahrung in Bezug auf die Hochwassergefahr vorhanden ist.

Gefahren & Massnahmen

Gebäudeeigentümer
Überschwemmung durch Hochwasser

Hochwassersituationen können in Gebäuden zu Überschwemmungen führen.

Wertgegenstände räumen

Räumen Sie das Untergeschoss oder lagern Sie das Material in erhöhter Lage.

Elektroinstallationen

Elektroinstallationen und elektrische Geräte im Untergeschossen ausschalten und vom Netz nehmen.

Öffnungen abdichten

Besorgen Sie sich Sandsäcke, Plastikfolien und Bretter, um Öffnungen (Fenster, Türen, Tore, Lichtschächte) abzudichten: Zur Hochwasserkote sollte einen Zuschlag von 25 cm für Wellengang hinzugerechnet werden.

Abläufe abdichten

Abläufe und Ausgüsse der sanitären Einrichtungen mit Sandsäcken und Lappen abdichten.

Kanalisationsdeckel

Innen liegende Kanalisationsdeckeln Bodenabläufe abdichten.

Heizöltanks fixieren

Heizöltanks so fixieren, dass sie nicht aufschwimmen oder umkippen (leere und fast leere Tanks sind am meisten gefährdet).

Heizölleitungen sichern

Heizölleitungen gegen das Auslaufen von Heizöl abdichten.

Gefährliche Stoffe sichern

Gefährliche Stoffe an sicherer Stelle lagern.

Verkehrsteilnehmer
Überschwemmung durch Hochwasser

Hochwassersituationen können Überschwemmungen führen, die auch die Verkehrslage beeinflussen.

Fahrzeuge unterstellen

Fahrzeuge an einem sicheren Ort abstellen: Unterirdische Parkmöglichkeiten vermeiden.

Wanderer
Gefahr vor Hochwasser an Gewässer

Hochwassersituationen führen zu Uferübertretung bei Fliessgewässer und Seen.

Uferwege meiden

Uferwege entlang Fliessgewässern und/oder Seen sollten möglichst gemieden werden.