Aktuelle Wetterwarnung: Hochwasser- und Lawinengefahr aufgrund starker Niederschläge

Aufgrund starker Niederschläge in den kommenden Tagen auf der Alpennordseite sowie der Schneeschmelze steigt das Hochwasser- und Lawinenrisiko in der Schweiz erneut. Grosse Regenmengen haben im vergangenen Jahr insbesondere im Tessin, Glarus und dem Bündnerland zu Überschwemmungen und Murgängen geführt. Hochwasser und Überschwemmungen sind in der Schweiz keine Seltenheit.

Überfluteter Fahrrad- und Fussgängerweg bei Hochwasser

Wetter-Update vom 29.01.2021

Angespannte Lage in weiten Teilen der Schweiz! Aufgrung von starken Niederschlägen in Form von Starkregen und Neuschnee ab 1300 Meter über Meer.  Es herrscht teilweise akute Howasser- und Lawinengefahr.

In vielen Gebieten der Schweiz kommt es aufgrund des Niederschlags zu Ausnahmesituationen. 

  • Zermatt ist wegen den Schneemengen und einer Lawine von der Ausswenwelt abgeschnitten. 
  • In Raron VS kam es zu einem Felssturz und es herrscht ein erhöhtes Howasserrisiko.

Gewässer:

Insbesondere in den Kantonen Aargau, Solothurn, Thurgau, St. Gallen und Bern herrscht hohe Hochwassergefahr und die Feuerwehr musste bereits mehrfach ausrücken. 
 
  • Auch der Pegel des Rheins hat mehrere Hochwassermarken überschirtten und die Schifffahrt ist aktuell eingestellt. 
  • Die Emme befindet sich im Mittelland aktuell in einer kritische Situation. Wie das nachfolgende Video zeigt, ist der Pegel ist enorm hoch und Hochwasseralarm wurde ausgelöst. 
 

 

 

Hoher Wasserpegel der Emme in Bätterkinden
Stark gestiegener Wasserpegel der Emme
Hoher Wasserpegel der Aare in Bern vom 29.01.2021
Hoher Wasserpegel der Aare in Bern (29.01.2021)

Aktuelle Wettermeldung vom 27.01.2021

  • Was: Intensiver Dauerregen und kräftiger Regen in nahezu der gesamten Schweiz.
  • Wann: Ab Mittwoch, 27. bis Sonntagabend, 31. Januar 2021.
  • Verhalten: Kanalisationen freihalten, Uferwege entlang Fliessgewässern und/oder Seen möglichst meiden.

Insbesondere am Donnerstag und Freitag fallen am Alpennordhang und entlang der Voralpen grosse Niederschlagsmengen. Mit einer Schneefallgrenze von über 1'300 Metern über Meer fällt grösstenteils starker Regen. Zusammen mit der Schneeschmelze und milderen Temperaturen steigt die Abflussmenge an Wasser und damit das Risiko auf Hochwasser und Überschwemmungen in der Schweiz. Oberhalb von 1'500 Metern fallen zudem grosse Mengen an Neuschnee, welche das Lawinenrisiko lokal wieder stark ansteigen lassen.

Unwetterkarte der Schweiz bei Starkregen vom 28.01.2021
Unwetterkarte vom 28.01.2021

Präventionstipps bei Starkregen und Hochwassergefahr

Um kurzfristig bei Unwetterwarnungen reagieren zu können, gibt es einfache Präventionstipps von Wetter-Alarm die unter Umständen helfen können Schäden zu minimieren und auf die Ereignisse etwas besser vorbereitet zu sein. 

Hochwasser in der Schweiz

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Die vier grössten Flüsse Europas, Rhein, Rhone, Ticino (Po) und Inn (Donau) entspringen in der Schweiz. Mit über 1'500 Seen und 1'000 Mal mehr Bächen und Flüssen ist das gesamte Land von Wasseradern überzogen. 60 Prozent der Landesfläche nehmen die Alpen ein und treiben mit Gletschern und Schneeschmelzen unzählige Liter an Wasser in die Gewässer. Zusammen mit starken Regenfällen kann die Schweiz zeitweise mit Wasser überflutet werden. Diese grossen Wassermassen, welche innerhalb kürzester Zeit durch die Gewässer fliessen, führen zu Überschwemmungen und Hochwassergefahr, insbesondere Gewässernähe.

Das Thema Wasserabfluss, Murgänge und Hochwasser ist ein Dauerthema in der Schweiz. Auch im Jahr 2020 kam es insbesondere im Tessin, Glarnerland und im Bündnerland zu Überschwemmungen. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass es fast jährlich in unterschiedlichen Gebieten der Schweiz zu solchen Vorfällen kommt. Rückblickend zeigen sich fünf Ereignisse aus der näheren Vergangenheit als grosse Unwetterkatastrophen im Zusammenhang mit Hochwasser:

Historische Hochwasser in der Schweiz

 

Die aktuelle Unwetterkarte der Schweiz sowie Detailprognosen zu Ihrem Standort oder Favoriten finden Sie in der Wetter-Alarm App.

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