Was ist eine Kaltfront?

Im Wetterlexikon von Wetter-Alarm werden verschiedene meteorologischen Phänomene und Begriffe erklärt. Heute widmen wir uns der Kaltfront, ein häufiger Auslöser von Niederschlag.

Kaltfront zieht über ein Feld mit Baum

Die Kaltfront – eine Definition

Der Vorderrand einer sich vorwärts bewegenden, kühlen Luftmasse wird als Kaltfront bezeichnet. Die «Front» dieser kälteren Luftmasse hebt durch ihre Vorwärtsbewegung die wärmere, bodennahe Luftmasse an.
Von vorne betrachtet, sieht eine Kaltfront wie eine mächtige Walze aus. Sie besteht aus dunklen, niedrig hängenden Wolken und bewegt sich normalerweise mit Geschwindigkeiten zwischen 30 bis 80 km/h. Diese dunklen Wolken bedeckt den Himmel jeweils ziemlich rasch, so dass das Tageslicht stark verringert wird.

Schematische Darstellung einer Kaltfront

Wie entsteht eine Kaltfront?

Eine Kaltfront entsteht zwischen einem Hoch- und Tiefdruckgebiet. Der vorhandene Druckunterschied verursacht eine Bewegung von kälterer Luft aus dem Hoch zum Tief.
Als Voraussetzung für die Bildung einer Kaltfront muss eine starke Erwärmung und Anhebung der Luft mit folgendem Druckabfall vorhanden sein – ein Tiefdruck. Zudem muss der Druckunterschied hoch sein.
Je höher dieser Druckunterschied ist, desto grösser sind die Geschwindigkeiten und Mengen der Luftbewegungen. Es ist nicht selten, dass eine Kaltfront mehrere hundert Kilometer breit ist und diese schnell vorankommt. Dabei hebt die Kaltfront die davor gelegene Warmluft in die Höhe.
Unter gewissen Bedingungen kann es auch vorkommen, dass die Kaltluft auf die Warmluft aufgleitet. So durchmischen sich die Luftmassen und kühlen sich ab.
Kaltfronten verursachen in der Regel Niederschlag. Die warme Luft wird nämlich in die Höhe getrieben, was zu ihrer Abkühlung führt. Die in dieser wärmeren Luftmasse enthaltene Luftfeuchtigkeit kondensiert, und so kommt es zu Regen.

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