Im Wetterlexikon von Wetter-Alarm werden verschiedene meteorologischen Phänomene und Begriffe erklärt. Heute widmen wir uns der Kaltfront, ein häufiger Auslöser von Niederschlag.

Die Kaltfront – eine Definition

Der Vorderrand einer sich vorwärts bewegenden, kühlen Luftmasse wird als Kaltfront bezeichnet. Die «Front» dieser kälteren Luftmasse hebt durch ihre Vorwärtsbewegung die wärmere, bodennahe Luftmasse an.
Von vorne betrachtet, sieht eine Kaltfront wie eine mächtige Walze aus. Sie besteht aus dunklen, niedrig hängenden Wolken und bewegt sich normalerweise mit Geschwindigkeiten zwischen 30 bis 80 km/h. Diese dunklen Wolken bedeckt den Himmel jeweils ziemlich rasch, so dass das Tageslicht stark verringert wird.

entstehung kaltfront

Wie entsteht eine Kaltfront?

Eine Kaltfront entsteht zwischen einem Hoch- und Tiefdruckgebiet (siehe auch Artikel: Luftdruck – der Auslöser für Wind & Stürme). Der vorhandene Druckunterschied verursacht eine Bewegung von kälterer Luft aus dem Hoch zum Tief.
Als Voraussetzung für die Bildung einer Kaltfront muss eine starke Erwärmung und Anhebung der Luft mit folgendem Druckabfall vorhanden sein – ein Tiefdruck. Zudem muss der Druckunterschied hoch sein.
Je höher dieser Druckunterschied ist, desto grösser sind die Geschwindigkeiten und Mengen der Luftbewegungen. Es ist nicht selten, dass eine Kaltfront mehrere hundert Kilometer breit ist und diese schnell vorankommt. Dabei hebt die Kaltfront die davor gelegene Warmluft in die Höhe.
Unter gewissen Bedingungen kann es auch vorkommen, dass die Kaltluft auf die Warmluft aufgleitet. So durchmischen sich die Luftmassen und kühlen sich ab.
Kaltfronten verursachen in der Regel Niederschlag. Die warme Luft wird nämlich in die Höhe getrieben, was zu ihrer Abkühlung führt. Die in dieser wärmeren Luftmasse enthaltene Luftfeuchtigkeit kondensiert, und so kommt es zu Regen.

Ob Kaltfront oder Warmfront – das aktuelle Wetter mit Wetter-Alarm

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Bilder:
Entstehung Kaltfront, Darstellung Wetter-Alarm
 


Update vom 06. Mai 2019:

Über das Wochenende schneite es bis ins Flachland. In der Stadt Bern fiel beispielsweise bis zu vier Zentimeter Neuschnee – ziemlich aussergwöhnlich für im Mai:

  • In Basel gab es seit Aufzeichnungsbeginn noch nie Schnee im Mai
  • In Bern kam es erst einmal vor (1945)
  • In Luzern gab es 3 Mal Mai-Schnee
  • In Zürich kam dies bereits 5 Mal vor
  • In St.Gallen war dies der 13. Schneefall im Mai seit Messbeginn

 

Auch am heutigen Montag, 06. Mai 2019, sind auf den Webcam-Bildern von verschiedenen Standorten der Schweiz weisse Schneereste noch zu sehen.

Schwarzsee, Fribourg (06.05.2019)

Schwarzsee, Fribourg (06.05.2019)


Golfplatz Andermatt, Uri, 06.05.2019

Golfplatz Andermatt, Uri (06.05.2019)


Wolhusen, Luzern, 06.05.2019

Wolhusen, Luzern (06.05.2019)