Diese Woche steht eine Hitzewelle in der Schweiz an: Von Dienstag bis Donnerstag sind lokale Temperaturen von bis zu 39 Grad möglich. Hier erhalten Sie alle Informationen auf einem Blick sowie Verhaltenstipps zum persönlichen Schutz vor der Hitze.


Inhaltsverzeichnis


Die erwartete Hitzewelle auf einem Blick

Das Bundesamt für Meteorologie hat für diese Woche eine Hitzewarnung der Stufe 3 herausgegeben:

  • Gültigkeit der Warnung: 24. Juni (15:00 Uhr) bis 30. Juni (20:00 Uhr)
  • Erwartete Höchsttemperaturen: 31 bis 39 Grad
  • Erwartete relative Feuchtigkeit: 25 – 40 %
  • Stärkste Phase des Ereignisses: Dienstag 25. Juni (15:00 Uhr) – Donnerstag 27. Juni (20:00 Uhr)

Hoch vom westlichen Mittelmeerraum führt zur Hitzewelle in der Schweiz

Der Grund für die erwartete Hitzewelle ist ein Hoch, welches sich vom westlichen Mittelmeerraum nach Mitteleuropa ausdehnt. Dieses Hoch trocknet und erwärmt die Luftmassen im Alpenraum. Am Montag strömt aus Südosten zunehmen heisse Luft in die Schweiz.

Im Anschluss verstärkt sich das Hoch über Mitteleuropa und heisse Luft aus Nordafrika strömt weiter zu. Damit kommt eine fünftägige Hitzewelle auf die Schweiz zu. Am Montag erreichen die Temperaturhöchstwerte die 30° C Grenze, von Dienstag bis Donnerstag steigen sie auf 33 bis 37° C. Auf der Alpennordseite werden lokal Temperaturen bis zu 39° erwartet.

Die voraussichtlich wärmsten Regionen der Schweiz werden das Untere Aaretal und die Region Basel sein. Doch auf der ganzen Alpennordseite könnten in den nächsten Tage Rekorde gebrochen werden.

Prognosekarte Hiztewelle Schweiz

Erwartete Temperaturen einiger Ortschaften für am Mittwoch, 26. Juni 2019:

  • Basel: 39° C
  • Martigny: 38° C
  • Zürich: 37° C
  • Genf: 36° C
  • Bern: 36° C
  • Luzern: 35° C
  • Locarno: 34° C

Die Sommertage sind weiterhin noch sehr lang: Je nach Ortschaft liegt die Sonnenscheindauer von bis zu 17 Stunden. Die stärkste Sonneneinstrahlung ist tagsüber zwischen 11:00 und 15:00 Uhr, die heisseste Zeit wird am späten Nachmittag erwartet (zwischen 15:00 und 18:00 Uhr).

Da die Wetterlage ziemlich stabil aussieht, werden keine grossen Gewitter erwartet. Daher sind abkühlende Temperaturen jeweils nur in den frühen Morgenstunden vorhanden.

Ein Ende der Hitzewelle ist erst ab kommenden Sonntag absehbar.

Tropennächte in den Schweizer Städten

In der Nacht auf Mittwoch ist – besonders in den Städten der Schweiz – mit einer Tropennacht zu rechnen. Die Temperaturen sinken dabei nicht unter 20 Grad.

Verhaltenstipps: So schützen Sie sich am besten vor der Hitzewelle

Mit den folgenden Verhaltenstipps wird die erwartete Hitzewelle etwas erträglicher.

Bei der Arbeit & in der Freizeit
  • Vermeiden Sie draussen jegliche körperlichen Anstrengungen: Beschränken Sie Ihre Aktivitäten an der frischen Luft auf die Morgen- und Abendstunden.
  • Bleiben Sie während Ihren Aktivitäten draussen so gut als möglich im Schatten. Schützen Sie sich vor direkter Sonneneinstrahlung mit angepasster Bekleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencrème, etc.
  • Vergessen Sie nicht, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen – insbesondere bei körperlicher Arbeit: Mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag von nicht-alkoholischen Getränken. Insbesondere lauwarme Getränke wie Tee wird empfohlen.
  • Gleichen Sie den Salz- und Wasserverlust aus. Dazu eignen sich natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen, wasserreiche Früchte und Gemüse (Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Pfirsiche, etc.).
  • Verteilen Sie ihre Mahlzeiten über den ganzen Tag und gönnen Sie sich frisches, kühles und leichtes Essen.
  • Verschaffen Sie sich eine Abkühlung mit Wasser: Gönnen Sie sich zu Hause eine abkühlende Dusche oder ein erfrischendes Bad. Besuchen Sie in Ihrer Freizeit ein Freibad.
  • Nutzen Sie – trotz der Tropennächte – die Nachtabkühlung: Durchlüften Sie Ihre Wohnung und Ihr Haus intensiv währen den kühleren Stunden.
  • Hohe Lufttemperaturen ab 35°C führen zu verlangsamten Reaktionen oder sogar zu Herz-Kreislauf-Problemen. Meiden Sie sinnlose Überanstrengungen in warmer Umgebung.
  • Gönnen Sie sich einen Spaziergang im Wald. Wanderungen in den Bergen sind weniger zu empfehlen, da auch im Alpenraum hohe Temperaturen erwartet werden.
  • Suchen Sie in Ihrer Wohnung resp. in Ihrem Haus die kühlsten Zimmer auf. Warum nicht einen Tag im Keller verbringen?
  • Kurze Sommerfrisuren sind vorteilhaft. Und wer lange Haare hat, sollte diese zusammenbinden: So gelangt Luft besser an die Stirne und den Nacken.
  • Versuchen Sie auf Haushaltsgeräte zu verzichten, die Abwärme produzieren: Den Wäschetrockner nicht benutzen, Elektrogeräte wie Computer oder TV ganz ausschalten – diese geben auch im Standby-Modus noch etwas Wärme ab. Und benutzen Sie beim Kochen den Dampfabzug: So wird diese zusätzliche Wärme schnell abgeführt.

 

Mobilität – Verhaltenstipps für unterwegs
  • In Verkehrsmitteln ist, wie in den Gebäuden eine Temperaturdifferenz zwischen der Innen- und Aussentemperatur von maximal 6 Grad empfohlen.
  • Im Auto: Lüften Sie zuerst das Innere, bevor Sie mit der Klimaanlage die Temperatur senken. Und richten Sie im Auto die Klimaanlage nicht direkt auf den Körper.
  • Eine Frontscheibenabdeckung schützt nicht nur im Winter vor Kälte, das Material der Abdeckung isoliert das Fahrzeug auch gegen Hitze. Je nach Sonneneinfall können Sie so die Gesamttemperatur des Wagens etwas senken.
  • Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein: Lassen Sie Tiere und Kinder nicht unbeaufsichtigt im Auto!
  • Die Sitzplatzwahl in den öffentlichen Verkehrsmitteln kann entscheidend sein: Wählen Sie lieber einen Sitz auf der sonnenabgewandten Seite.

 

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