Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis ist ein astronomisches Phänomen, bei dem der Mond dunkler als üblich oder sogar komplett verdeckt erscheint. Teilweise nimmt der Mond während diesem Ereignis eine rote Farbe an und es entsteht ein sogenannter Blutmond. Doch wie kommt es eigentlich zu einer Mondfinsternis?

Mondfinsternis und Blutmond

Mondfinsternis einfach erklärt

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn sich die Erde zwischen der Sonne und dem Mond befindet. Dadurch verdeckt die Erde den Mond und folglich kann das Licht der Sonne den Mond nicht direkt treffen. Der Mond steht also im Schatten der Erde. Damit eine Mondfinsternis möglich ist, muss Vollmond sein und die Sonne, die Erde und der Mond müssen exakt auf einer Achse liegen.

Da der Schatten der Erde den Mond nicht immer komplett abdunkelt, wird zwischen verschiedenen Arten der Mondfinsternis unterschieden: Der totalen Mondfinsternis, der Halbschatten-Mondfinsternis und der partiellen Mondfinsternis.

Totale Mondfinsternis

Bei der totalen Mondfinsternis handelt es sich um das höchste Stadium einer Mondfinsternis. Sie tritt auf, wenn der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde, auch als Umbra bezeichnet, eintaucht. 

Totale Mondfinsternis mit Blutmond
Bei einer totalen Mondfinsternis erscheint der Mond abgedunkelt und nimmt einen rötlichen Farbton an.

Partielle Mondfinsternis

Bei der partiellen Mondfinsternis taucht der Mond nur teilweise in den Kernschatten der Erde ein. Es wird daher nur ein Teil des Mondes komplett abgedunkelt. Der Rest bleibt im Halbschatten und ist deshalb besser sichtbar.

Partielle Mondfinsternis
Bei einer partiellen Mondfinsternis wird nur ein Teil des Monds abgedunkelt.

Halbschatten-Mondfinsternis

Bei der Halbschatten-Mondfinsternis befindet sich der Mond nur im Halbschatten, auch Penumbra genannt, der Erde. Der Mond wird dabei nur leicht abgedunkelt, so dass eine Halbschatten-Mondfinsternis oft kaum bemerkbar ist.

Halbschatten-Mondfinsternis
Eine Halbschatten-Mondfinsternis ist oft kaum erkennbar.

Blutmond: Roter Mond bei totaler Mondfinsternis

Bei einer totalen Mondfinsternis entsteht ein sogenannter Blutmond. Dabei nimmt der Mond eine blutrote Farbe an. Obwohl die Erde den Mond bei einer totalen Mondfinsternis komplett abdeckt, erreicht ihn noch ein kleines bisschen Sonnenlicht. Das Sonnenlicht, das an der Erde vorbei durch ihre Atmosphäre strahlt, wird von ebendieser Erdatmosphäre nämlich in alle Richtungen gestreut. Dabei werden die kurzwelligen, blauen und grünen Anteile des Sonnenlichts deutlich stärker gestreut als die langwelligen roten Anteile. Den Mond erreichen am Ende fast nur noch die roten Lichtwellen – so entsteht der rot leuchtende Blutmond.

Nächste Mondfinsternis in der Schweiz

An folgenden Daten kann in der Schweiz eine Mondfinsternis beobachtet werden:

Totale Mondfinsternis

Partielle Mondfinsternis

Halbschatten-Mondfinsternis

Wie oft gibt es eine Mondfinsternis?

In den meisten Jahren ist weltweit zwei- bis viermal zumindest eine Mondfinsternis zu beobachten. In der Schweiz ist im Durchschnitt alle zweieinhalb Jahre eine Mondfinsternis zu sehen. Die Häufigkeiten und Abstände zwischen den Mondfinsternissen können jedoch variieren. Im 21. Jahrhundert wird es insgesamt 228-mal eine Mondfinsternis geben, davon 85 totale, 57 partielle und 86 Halbschatten-Mondfinsternisse. 

Informationen zum Mond in der Wetter-Alarm App

Wetter-Alarm informiert direkt auf den Wetterprognosen in der App über die aktuelle Mondphase. Zudem können Sie sich persönliche Alarme zu den Mondphasen einrichten und so per Push-Benachrichtigung auf eine klare Vollmondnacht oder den nächsten Neumond aufmerksam gemacht werden.

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  • Wetter-Alarm
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